Tag 4 bis 6

Reise des Schülerteams der Eisbären-Juniors nach Kanada vom 29.01-08.02.14


Tag 4 – 01.02.14

Da unser 2. Spiel der diesjährigen Kanada-Reise auf 20.30 Uhr verschoben wurde, konnten wir den vierten Tag etwas gemächlicher angehen lassen. Beim Frühstück gab es nur ein Thema – die Wahnsinnsparty vom letzten Tag. Waren die Jungs tags zuvor noch vom NHL-Spiel beeindruckt, waren sie nur 24 Stunden sp

äter selber zu Protagonisten eines großartigen Eishockeyevents geworden. Da mir selber der Tag nicht aus dem Kopf ging und alles immer wieder wie ein Film ablief, konnte ich das komplett nachvollziehen.

2014-02-01 um 09-55-20 - 2014-02-01 um 09-55-20 (1)2014-02-01 um 10-30-47 - 2014-02-01 um 10-30-47Um 10.00 Uhr stand eine Führung im Parlament von Ottawa an. Ein junger, dynamischer Student namens Alexander versuchte, den Jungs das Gebäude und dessen Geschichte nahe zu bringen. Besondere Begeisterung weckten die ehrwürdige und von ihrer architektonischen Gestaltung beeindruckende Bibliothek sowie der 54m hohe Glockenturm, von dem man bei gutem Wetter eine beeindruckende Sicht über Ottawa hat.

Nach Beendigung dieses kulturellen Programmpunktes standen für die Mannschaft vier Stunden selbstständiger Freizeitgestaltung auf dem Plan. Raimo drückte noch jedem2014-02-01 um 10-32-36 - 2014-02-01 um 10-32-36 Jungen ein paar Dollar für das Mittagessen in die Hand und dann verabschiedeten sich alle wohlgelaunt. In Ottawa gibt es die schöne Tradition des Schlittschuhlaufens auf dem 7 km langen2014-02-01 um 13-47-11 - 2014-02-01 um 13-47-11 Canale Rideau. Da die älteren Jungs dies noch vom letzten Jahr wussten, hatten sie ihre Schlittschuhe mitgebracht und absolvierten ein paar Kilometer auf dem zugefrorenen Kanal.

Um 16.00Uhr trafen sich alle wieder pünktlich am Bus. Es war zu vernehmen und zu sehen, dass sie ihre Freizeit gut verbracht hatten. Fast alle kamen mit kleinen Souvenirs, give-aways oder vermeintlichen Schnäppchen zurück. Ein Teil der Jungs berichtete, daß sie die 7 Kilometer komplett abgelaufen waren und mächtig Spaß hatten. Im Hotel angekommen, gab es eine Auswertung vom letzten Tag und dem Spiel. Anschließend hieß es, die volle Konzentration auf den nächsten Gegner zu legen.

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Die Mannschaft war in der Lage, die positive Energie und den Schwung aus dem gestrigen Spiel mitzunehmen und von Beginn an den Gegner unter Druck zu setzen. Beide Teams gingen ein hohes Tempo, aber die Eisbären fanden den besseren Weg zum Tor. So gelang bis zur 11. min die 2:0-Führung durch Max Adam und Nicolas Cornett. Die CIH konnte noch auf 1:2 verkürzen, aber kurz vor Drittelende gelang noch das 3:1 durch Kevin Kunz. Ohne große Pause ging es danach gleich ins zweite Drittel.

Jetzt versuchte der Gegner durch intensivere Zweikämpfe ins Spiel zu kommen, aber die Eisbären ließen sich nicht beeindrucken und ihrerseits den Puck schneller laufen. Der Gegner konnte den Spielfluss immer wieder nur durch Strafen unterbrechen. Eine davon konnten die Eisbären zur 4:1-Führung durch Kevin Kunz nutzen. Erneut gelang den Gastgebern der Anschluss zum 2:4. Damit ging es in die zweite Pause.

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Die Stimmung war sehr gut, die Mannschaft sollte weiter Linie halten und sich nicht provozieren lassen. Die CIH gab sich noch nicht geschlagen und hielt weiter gut dagegen. Bei angezeigter Strafe gelang Cederic Schiemenz der 5:2-Endstand. Die Eisb

ären haben es verstanden, über 60 Minuten im Spiel zu bleiben sowie das Tempo und die Qualität hoch zu halten. Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Begeisterung im Team war zu spüren.

Damit hat auch dieser Tag einen schönen Abschluss gefunden. Es ist jetzt 23.00 Uhr wir gehen jetzt noch Essen und dann ab ins Bett. Morgen wartet eine lange Busfahrt nach Toronto.

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Tag 5

 

Detlef Müller ist da! Im Laufe des gestrigen Tages fing es heftig an zu schneien.

Der Winterdienst war mit großer Räumtechnik sofort zur Stelle. Ab2014-02-02 um 08-42-02 – 2014-02-02 um 08-42-02er auch mit Salz wurde mächtig nachgeholfen. Unser Busfahrer Ben wird immer mehr zum Teil der Mannschaft, schaut mit Begeisterung unsere Spiele, ist bei Aktivitäten dabei und hat Verständnis für unsere Sonderwünsche. Einer davon war, unseren Detlef Müller von Flughafen in Ottawa abzuholen. Somit konnte Detlef noch das letzte Drittel unsers Spieles gegen die CIH verfolgen.

Auf dem Rückweg von der Pizzeria, es war mittlerweile 23.30 Uhr, war plötzlich Polizei hinter uns und verfolgte uns bis zum Hotel. Dort teilten sie Ben mit, dass sein Rücklicht nicht funktioniert. 2014-02-02 um 09-36-30 – 2014-02-02 um 09-36-30Ben bekam zur Auflage, gleich am Morgen den Schaden beheben zu lassen. Da heute Sonntag ist, fand er in Rockland keine Werkstatt. Also hieß es nach dem Packen mit der ganzen Reisegruppe nach Ottawa in eine Werkstatt fahren.

Nach einer Stunde Fahrzeit bekamen wir einen Anruf aus dem Hotel. Nach Videoauswertungen hätten wir ein nicht uns gehörendes Gepäckstück verladen. Es wurde gleich mit viel Ärger gedroht. Das war wieder der Moment, in dem unserer Pressesprecher Klaus sein Können zeigen durfte.

2014-02-02 um 11-08-11 – 2014-02-02 um 11-08-11Sein Angebot, die Tasche mit einem Taxi zurück zu schicken wurde abgelehnt. Da wir zwischenzeitlich in der Werkstatt ankamen, sollten wir warten, bis der Eigentümer kommt. Nach 30 Minuten war der Schaden am Bus behoben, aber wir mussten ja warten. Nach weiteren 30 Minuten erfuhren wir, dass die Eigentümer der Tasche sich verfahren hatten. Klaus teilte ihnen mit, daß wir die Tasche in der Werkstatt abgeben, da wir unbedingt weiterfahren müssten, schließlich lief die Schichtzeit des Busfahrers gnadenlos weiter.

2014-02-02 um 11-19-24 – 2014-02-02 um 11-19-24So setzten wir mit einer Stunde Verspätung unsere Fahrt nach Toronto fort. Vor uns lagen zu diesem Zeitpunkt noch 450 km. Da es auch in Kanada Lenkzeiten für Busfahrer gibt, machten wir nach 3 Stunden Fahrt Rast und nutzten die Pause zum Essen. Um 16.30 Uhr ging es dann weiter. Zwischenzeitlich hatten wir erfahren, dass die Eisbären 4:1 gegen Düsseldorf gewonnen hatten und wieder auf dem 10.Platz lagen. Da wir pünktlich beim Kick-off des Super-Bowls dabei sein wollten, hofften wir, daß alles gut ging. Ohne weitere Zwischenfälle, sind wir um 18.30 Uhr in Toronto gelandet. Nach dem Einchecken, ging es mit der Mannschaft noch Abendbrot essen. Da der Montag um 6.00 Uhr beginnt, hieß es bei Zeiten Licht aus.


Tag 6

Wie schon erwähnt, begann der Tag um 6.30 Uhr. Nach dem Frühstück ging es durch den morgendlichen Stau  zur Eishalle. Nach 20 km landeten wir auf dem alten Flughafengelände von Toronto. 2014-02-03 um 10-15-17 - 2014-02-03 um 10-15-172014-02-03 um 11-04-46 - 2014-02-03 um 11-04-46Hier wurde im September ein neuer Hallenkomplex mit vier Eisflächen eröffnet. Gleichzeitig ist dort die Peac- Akademie angesiedelt. In dem alten Hangar wurden diverse Sportanlagen installiert.

Kunstrasenplätze, Beach Volleyball, Basketball, Squash, Freiklettern und Fitness. Da wir nur schleppend durch den Verkehr kamen, begann das Spiel mit 20 Minuten Verspätung. Irgendwie machte die Mannschaft zum Auftakt auch einen verspäteten Eindruck. Nach 5 Minuten führte der Gegner 3-0. Wobei alle Tore aus individuellen Fehlern der Eisbären resultierten.  Mit dem 1-3 gelang im ersten Drittel noch der Anschlusstreffer.

2014-02-03 um 12-49-51 - 2014-02-03 um 12-49-51Der Gegner agierte sehr kompakt, läuferisch stark und körperbetont. Darüber beschwerten sich einige Spieler. In der Pause fragte ich sie, was sie den erwartet hätten, wir sind in Kanada und ob sie in der Kabine bleiben möchten. Das zweite Drittel lief ausgeglichener. Die Jungs „zeigten Eier“ erarbeiteten sich Spielanteile und konnten das Drittel mit 3-2 zum 4-5 gestalten. Im dritten Drittel gelang durch ein schön herausgespieltes P.P. Tor der Ausgleich zum 5-5.  Die Mannschaft hatte ihren Rhythmus gefunden und das lief auf Augenhöhe.  Eine erneute Unaufmerksamkeit nutzte der Gegner zum 7-6 Endstand. Nach dem Spiel gab es ein Imbiss und eine Besichtigung der Peac-Akademie.

Nach dem die Mannschaft wieder bei Kräften war, wurde unter Anleitung eines Trainers der Akademie eine Athletikeinheit durchgeführt. Da für die Jungs das meiste bekannt war, konnten sie sich gut verkaufen. Als der sportliche Teil absolviert war, kam der touristische.

Dieser begann mit einer Einladung ins Generalkonsulat von Toronto.  Hier wurde uns ein sehr freundlicher Empfang bereitet, der in einer sehr entspannten Atmosphäre verlief.2014-02-03 um 15-15-48 - 2014-02-03 um 15-15-48

Nach dem der Konsul sich und seine Mittarbeiter vorgestellt hatte, lud er zu einem vorbereiteten Imbiss und es entwickeltete sich eine lockere Gesprächsrunden, die für beide Seiten sehr informativ waren. Nach diversen Foto-Shootings, gab es eine herzliche Verabschiedung.

Im Anschluss führte eine Mitarbeiterin mit uns eine Stadtrundfahrt durch. Da sie fünf Jahre in Berlin lebte, sprach sie ein sehr gutes Deutsch, und verglich für die Jungs, sehr viel mit Berlin und machte es so sehr anschaulich.

Als dieser Programmpunkt zu aller Zufriedenheit erledigt war, blieb noch genug Zeit, eine einen Ausflug auf 356m zur Plattform des CN-Tower zu unternehmen. Mit 220 kmh ging es in einem verglasten Fahrstuhl nach oben. Es war beeindruckend wie man sich der Erde entfernte.

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Da es ein klarer Tag war, gab es eine fantastische Aussicht über Toronto. Wer wollte konnte sich noch eine Etage tiefer begeben und die unglaubliche Höhe über einen Glas Fussboden genießen und gleichzeitig seine Schwindelfreiheit testen.   Als extra Zugabe sahen wir noch einen fantastischen Sonnenuntergang.

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Damit fand ein sehr schöner, ereignisreicher, interessanter, lehrreicher und unterhaltsamer Tag sein Ende. Nach dem Abendbrot wollten alle nur noch auf ihr Zimmer. Ich hoffe sie wollten alle schlafen, da  morgen wieder um 6.00Uhr der Wecker klingelt und wir mit Beginn des Spiels wach sein sollten.